Presseaussendung der Wiener Plattform Atomkraftfrei am 26.10.2020

Atomkraft ist kein Klimaretter!

Keine Steuergelder für Atomkraft in der EU!




Trotz Corona-Krise standen die AktivistInnen der Wiener Plattform Atomkraftfrei wie jedes Jahr am Nationalfeiertag am Michaelerplatz, im Zentrum Wiens. Laut und deutlich erklärten sie, warum Atomkraft keinen Beitrag zur Lösung der Klimakrise leisten kann.

  • Energie aus Atomkraft ist weder CO2-neutral noch nachhaltig.

  • Geld zur Unterstützung der Atomindustrie, das durch den EURATOM-Vertrag bereitgestellt wird, ist falsch investiertes Geld.

  • Dieses Geld wird für den Ausbau der Erneuerbaren Energieträger dringend benötigt.

Die AktivistInnen der Wiener Plattform Atomkraftfrei fordern eine Änderung des EURATOM-Vertrags:

  • „Mit der Förderung von Atomkraft durch Steuergelder muss endlich Schluss sein! Denn obwohl Österreich keine Atomkraftwerke zur Stromerzeugung betreibt, zahlen die ÖsterreicherInnen jährlich einen Millionenbetrag ins EURATOM-Budget ein und tragen so indirekt zur Finanzierung neuer Atomkraftwerke bei!“

Der Appell der Wiener Plattform Atomkraftfrei an die österreichische Bundesregierung lautet:

  • „Es braucht jetzt eine europaweite Staaten-Allianz, um eine Änderung des EURATOM-Vertrages zu erreichen, die immerhin im aktuellen Regierungsprogramm verankert ist.“



Atomkraft ist kein Klimaretter!

Die Wiener Plattform Atomkraftfrei beim 6. weltweiten Klimastreik.





Presseaussendung der Wiener Plattform Atomkraftfrei am 24.6.2020

„Maskenbefreit für Atomkraftfrei“

„Wahnsinn beenden – Mochovce 3 & 4 stoppen!!“

Die Mund-Nasen-Masken sind (teilweise) gefallen. Die Aktivistinnen der Wiener Plattform Atomkraftfrei machten daraus Bikinis mit der Forderung: „Wahnsinn beenden – Mochovce 3 & 4 stoppen!“.



In einer Kundgebung und einem offenen Brief forderte die Wiener Plattform Atomkraftfrei EU-Ministerin Mag.a Karoline Edtstadler angesichts der drohenden Inbetriebnahme des Reaktors 3 des Atomkraftwerkes Mochovce in der Slowakei auf zu handeln. Mochovce 3 ist ein Schrottreaktor in der Slowakei, nur 120 km von der österreichischen Grenze entfernt. Der Reaktorbau wurde vor 35 Jahren angefangen, mehr als 15 Jahre liegengelassen, dann die verwitterten Teile mit neuer, unpassender Technologie fertiggestellt. Aus Alt Neu zu machen, gelingt nicht einmal dem besten Management - doch grobe Mängel beim Management musste selbst die slowakische Aufsicht kritisieren. Die Reaktoren entsprechen daher NICHT dem heutigen Sicherheitsstandard. Auch Atomkraft-Befürworter warnen wegen der festgestellten Baumängel vor einer Inbetriebnahme.

Deshalb fordern die Aktivistinnen der Wiener Plattform Atomkraftfrei: „Die Atomreaktoren Mochovce 3 & 4 dürfen nicht in Betrieb gehen!“

„Wir fordern EU-Ministerin Mag.a Karoline Edtstadler auf, endlich eine Allianz mit anderen atomkraftfreien bzw. ausstiegswilligen EU-Staaten zu bilden und sich gemeinsam gegen die Inbetriebnahme von Mochovce 3 & 4 und für einen europaweiten Atomausstieg einzusetzen!“

Hintergrund: Die Wiener Plattform Atomkraftfrei hatte bei der Ministerin um einen Termin angesucht, um ihr Unterschriften zu überreichen. „Bedauerlicherweise haben wir keinen Termin bekommen,“ so die Aktivistinnen. Befremdend fanden sie, dass ihnen auf Anfrage nicht einmal der Name der Person genannt wurde, die den Brief bearbeitet, was in anderen Ministerien sehr wohl Usus ist. Bei der Kundgebung selbst war es – auch anders als sonst - nicht möglich, jemandem aus dem Kabinett der Ministerin einen Brief für sie zu überreichen. Erinnert uns das an das slowakische Management? „Wie ist das vereinbar mit der vielbeschworenen Transparenz bzw. Bürgernähe? Jedenfalls hoffen wir, dass die Frau Bundesministerin doch noch Zeit findet, 5000 Unterschriften besorgter Bürgerinnen und Bürger entgegenzunehmen,“ geben sich die Aktivistinnen der Wiener Plattform Atomkraftfrei optimistisch.



Presseaussendung der Wiener Plattform Atomkraftfrei am 26.4.2020

Ein Puzzlestein für den Atomausstieg

Die Atomkatastrophe in Tschernobyl jährt sich heuer zum 34. Mal. Dass die Folgen des Super-GAUs noch lange nicht beseitigt sind, zeigt sich heuer ganz besonders deutlich: Rund um das havarierte Atomkraftwerk toben seit Anfang April Waldbrände. Durch Feuer, Rauch und Wind werden radioaktive Partikel wieder verbreitet. Das Zentrale Geophysische Observatorium in Kiew hat Messungen veröffentlicht, nach denen sich die Cäsium-137-Konzentration mehr als verhundertfacht hat. Ob sich daraus auch eine Gefahr für die Nachbarländer oder gar für ganz Europa ergeben wird, kann man noch nicht sagen. – Ein weiterer warnender Puzzlestein in dem Bild, das drastisch die Notwendigkeit aufzeigt, aus der Atomkraft endlich auszusteigen.


Die Wiener Plattform Atomkraftfrei anlässlich des 5. WELTWEITEN KLIMASTREIKS und des Tschernobylbedenktages 2020.        Foto: Wiener Plattform Atomkraftfrei

Nun behaupten manche, in Zeiten der drohenden Klimakatastrophe könne man nicht auf Atomkraft verzichten. Das ist allerdings ein fataler Irrtum. Atomkraft kann das Klima nicht retten. Je heißer die Sommer werden, desto öfter müssen AKWs abgeschaltet werden, weil das Kühlwasser zu warm wird. „Außerdem ist Atomkraft nicht CO2-neutral, viel zu teuer, nicht nachhaltig und vor allem zu gefährlich!“, betonen die Aktivistinnen der Wiener Plattform Atomkraftfrei.

Experten warnen vor einem neuerlichen schweren Unfall in einem Atomkraftwerk. Das derzeit wohl gefährlichste AKW-Projekt in Europa ist Mochovce 3 in der Slowakei, etwa 150 km von Wien entfernt. Dieser Reaktor ist nach mehr als 30 Jahren Bauzeit bereits veraltet, noch bevor er ans Netz geht. Dadurch ist ein besonders hohes Unfallrisiko gegeben. „Die Coronakrise führt uns deutlich vor Augen, wie es ist, mit einer unsichtbaren Gefahr zu leben. Bei einem Super-GAU in einem AKW nahe der österreichischen Grenze wäre die Situation noch viel vergifteter!“, geben die Aktivistinnen der Wiener Plattform Atomkraftfrei zu bedenken. „Dann wären wir für lange Zeit von der verstrahlten Umwelt ausgesperrt und könnten gar nicht hinausgehen und nicht einmal die Fenster öffnen!“

Im Reaktor Mochovce 3 zeigen sich haarsträubende Mängel, wie Whistleblower aufgezeigt haben, und dennoch planen die Betreiber, ihn demnächst in Betrieb zu nehmen. „Das darf nicht passieren! Die österreichische Regierung muss die Inbetriebnahme von Mochovce 3 unbedingt verhindern!“, fordern die Aktivistinnen der Wiener Plattform Atomkraftfrei abschließend.

Mögen die Waldbrände in Tschernobyl eine Mahnung sein, die endlich gehört wird!



Presseaussendung der Wiener Plattform Atomkraftfrei am 10.3.2020

Atomkraft ist kein Klimaretter! Nie wieder Fukushima!

Mit einer lautstarken Kundgebung erinnerte die Wiener Plattform Atomkraftfrei am 10.3.2020 vor dem Bundeskanzleramt in Wien an die Atomkatastrophe in Fukushima 2011. Die Folgen dieses Super-GAUs sind auch nach neun Jahren bei weitem nicht beseitigt! In Wahrheit weiß niemand, wie sie zu beseitigen sind, deshalb befürwortet die Internationale Atomenergiebehörde IAEA in ihrer Ratlosigkeit, dass Japan das kontaminierte Wasser einfach ins Meer fließen lässt! „Das ist eine verantwortungslose Vorgehensweise, die strikt abzulehnen ist!“, empören sich die AktivistInnen.


Foto: Wiener Plattform Atomkraftfrei

Die Forderungen, die die WPA an Bundeskanzler Kurz stellt, beziehen sich auf die Reaktoren rund um Österreich. „Bundeskanzler Kurz muss sich vehement gegen Neubaupläne von Reaktoren an Österreichs Grenzen sowie gegen Laufzeitverlängerungen alter AKWs einsetzen! Atomkraft ist kein Klimaretter! Das muss endlich öffentlich und deutlich gesagt werden! Jeder Euro, der in diese brandgefährliche und veraltete Technologie investiert wird, ist verschwendet und fehlt beim Ausbau der Erneuerbaren Energien!“, erklären die AktivistInnen.

Besonders große Gefahr droht derzeit von den Reaktoren in Mochovce in der Slowakei, die demnächst ans Netz gehen sollen. „Die Inbetriebnahme von MOCHOVCE 3 und 4 – beide ohne Containment und ein Sumpf von Korruption und Pfusch - muss unbedingt verhindert werden!“, betonen die AktivistInnen. Vor einigen Tagen gab es in diesem AKW sogar eine Razzia durch die Polizei. Die Medien haben darüber berichtet.

Die WPA fordert weiters die Bildung von Allianzen mit anderen atomkraftfreien bzw. ausstiegswilligen Staaten, um einen Atomausstieg zumindest in Europa zu erreichen. Immerhin sind die Staaten ohne AKWs seit dem Brexit in der EU in der Mehrheit!

Österreich wäre bei einem atomaren Super-GAU nahe der Grenze massiv betroffen! Deshalb fordern die AktivistInnen Bundeskanzler Kurz eindringlich auf, die Bürgerinnen und Bürger vor dieser drohenden Gefahr zu schützen! „Atomkraft darf nicht Teil des Green Deal werden! Sämtliche Subventionen für Atomkraft müssen endlich gestrichen werden“, fordern die AktivistInnen abschließend.



Für ein gutes Leben auf einem intakten Planeten

Aktion Unterstützung für „Fridays for Future“


Der Klimagipfel im Dezember 2019 in Madrid ist de facto gescheitert. Es muss uns allen klar sein, dass von Politik und Wirtschaft keine Lösung für die Klimakrise zu erwarten ist. Die einzige Möglichkeit, die bleibt, ist, dass noch mehr Menschen gemeinsam mit den Jugendlichen auf die Straße gehen und den Druck auf die verantwortlichen Politiker erhöhen.

Alle, denen wichtig ist, dass sie selbst, ihre Kinder, Enkel und die kommenden Generationen ein gutes Leben auf einem intakten Planeten führen können, mögen erstens selbst zur nächsten großen Klimademo kommen und zweitens zwei Personen finden, die sich bereit erklären, auch zur Demo zu gehen und ihrerseits zwei Personen zu finden, die das ebenso machen. Ausgehend von einer Person sind das dann auf der sechsten Stufe insgesamt schon 63 (!) Personen, die zur Demo gehen (→ siehe Bild)!

Warum wir das machen? Wir wollen eine Antwort haben, wenn unsere Enkel uns einmal fragen: „Wo warst du und was hast du gemacht, als das Überleben der Spezies Mensch auf dem Spiel stand?“

Warum wir uns als Antiatom-Verein daran beteiligen? Auf einem toten Planeten gibt es keine Zukunft, auch keine atomkraftfreie. Außerdem finden wir es unerträglich, dass die Atomlobby jetzt, anstatt den Ernst der Lage zu erkennen, versucht, mit nachweislich falschen Argumenten die Atomkraft als Klimaretter hinzustellen, um weiter Subventionen für eine gefährliche, unwirtschaftliche und längst überholte Technologie zu bekommen!

Daher: Aktion Unterstützung für „Fridays for Future“ – machen Sie mit!




Presseaussendung der Wiener Plattform Atomkraftfrei am 24.4.2019

„Nie wieder Tschernobyl – STOPP Pfusch-AKW MOCHOVCE 3!“

Anlässlich des 33. Tschernobyl-Gedenktages hielt die Wiener Plattform Atomkraftfrei eine aufsehenerregende Kundgebung am Wiener Stephansplatz ab: Es wurden berührende Fotos von verstorbenen und kranken Kindern und Liquidatoren gezeigt, die Opfer der Atomkatastrophe von Tschernobyl wurden.


Foto: Wiener Plattform Atomkraftfrei

Viele Passanten hielten inne, viele kamen zum Info-Tisch, um auf einer der aufliegenden Listen zu unterschreiben und damit gegen die Atomindustrie zu protestieren, insbesondere gegen die Inbetriebnahme des grenznahen Atommeilers Mochovce 3.

Vielen Menschen ist bekannt, dass der Reaktor den heutigen Sicherheitsstandards nicht entspricht. Denn dieser Reaktor ist ein Mix aus alten und neuen Bauteilen: Seit Baubeginn im Jahr 1985 soll er nun nach langen Pausen und vielen Pannen 2019 in Betrieb gehen. Selbst Atomkraftbefürworter stellen grobe Sicherheitsmängel fest.

Deshalb appelliert die Wiener Plattform Atomkraftfrei im Namen der vielen Unterzeichnerinnen und Unterzeichner an die österreichische Bundesregierung, die Inbetriebnahme des Reaktors Mochovce 3 zu blockieren und eine internationale, unabhängige Sicherheitsüberprüfung (UVP) zu verlangen.

Ohne eine neue UVP darf Mochovce 3 nicht in Betrieb gehen! Alle Menschen sind sich einig: Mochovce 3 darf kein neues Tschernobyl werden!

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