Aktuelles








Presseaussendung der Wiener Plattform Atomkraftfrei am 26.10.2021

Atomkraft schadet dem Klima!



Foto: Wiener Plattform Atomkraftfrei

Die Herausforderungen des Klimawandels lassen manche auf eine Renaissance der Atomkraft hoffen. Das ist völlig unrealistisch. „Es ist wichtig, den falschen Behauptungen der Atomlobby klare Fakten und Informationen entgegenzusetzen!“, betonen die AktivistInnen der Wiener Plattform Atomkraftfrei bei ihrem Infotisch in der Wiener Innenstadt.

Atomkraft kann das Klima nicht retten. Sie ist nicht CO2-neutral, wenn man die gesamte Brennstoffkette betrachtet. Außerdem müssen Atomkraftwerke während der Hitzeperioden immer öfter abgeschaltet werden, weil das Kühlwasser zu warm wird. Sie sind in Zeiten des Klimawandels nicht verlässlich. Darüber hinaus stellt Atomkraft von der Uranerzgewinnung bis zur unsicheren Zwischenlagerung von Atommüll eine ständige Bedrohung der Umwelt dar!

Die Unsummen, die Atomkraftwerke beim Bau und der Herstellung der Brennstäbe verschlingen, müssen für echte Klimaschutzmaßnahmen verwendet werden.

Auffallend viele Passanten haben die Forderungen der Wiener Plattform Atomkraftfrei mit ihren Unterschriften unterstützt, diese werden an die zuständigen MinisterInnen der österreichischen Regierung übergeben.



Presseaussendung der Wiener Plattform Atomkraftfrei am 28.5.2021

Umweltgift Atomkraft -
Atomkraft ist kein Klimaretter!



Foto: Wiener Plattform Atomkraftfrei

Strahlender Müll für Jahrtausende und bisher keine Lösung für eine sichere Lagerung – das ist das Erbe, das wir kommenden Generationen hinterlassen für ein paar Jahrzehnte Strom. Atomkraft ist weder erneuerbar noch nachhaltig und sie ist nicht CO2-neutral, also auch kein Klimaretter.

Video: Tobias Becker

Die Wiener Plattform Atomkraftfrei weist in einer lautstarken Demo am 28.5.2021 auf diese Fakten hin und betont, dass der einzige logische und verantwortungsvolle Schluss daraus der Atomausstieg ist. Die Aktivistinnen fordern eine konsequente Antiatom-Politik der österreichischen Bundesregierung, so wie sie im Regierungsprogramm festgeschrieben ist.

„Eines der dringlichsten Themen derzeit ist die drohende Inbetriebnahme von Mochovce 3 in der Slowakei. Bundeskanzler Kurz muss diese Bedrohung zur Chefsache machen und verhindern, dass dieser Reaktor mit seiner langen Liste von Sicherheitsproblemen ans Netz geht!“, fordern die AktivistInnen.

Zum Thema Krško betont die Wiener Plattform Atomkraftfrei, dass die erforderliche UVP für die Laufzeitverlängerung des fast 40 Jahre alten Reaktors in Slowenien nicht zur Formsache verkommen darf: „Es müssen neue, unabhängige Untersuchungen zur Erdbebensicherheit gemacht werden, und zwar nach heutigen Standards!“

Ein weiteres dringliches Thema ist die Taxonomie-Verordnung in der EU: In der zweiten Jahreshälfte soll heuer in der EU entschieden werden, ob Atomkraft als nachhaltige Energieform eingestuft wird und dadurch weiter finanziell gefördert werden soll. „Das darf nicht passieren! Das einzig Nachhaltige an der Atomkraft ist der Atommüll, er strahlt Hunderttausende von Jahren. Das Problem der Endlagerung ist bis heute nicht gelöst, daher darf Atomkraft nicht weiter gefördert werden!“, bekräftigen die AktivistInnen abschließend.



Foto: Wiener Plattform Atomkraftfrei

Presseaussendung der Wiener Plattform Atomkraftfrei am 26.4.2021

35 Jahre Tschernobyl – 35 Jahre Antiatom-Arbeit der Wiener Plattform Atomkraftfrei



Foto: Wiener Plattform Atomkraftfrei

In der Nacht des 26. April 1986 ereignete sich ein „gewöhnlicher Brand“ im Reaktor Nr.4 des Lenin-AKWs, den ahnungslose, brave Feuerwehrleute löschen sollten. Sie starben bei den Löscharbeiten, denn es handelte sich um die größte radioaktive Strahlung, die die Welt jemals erlebt hatte. Der Super-GAU von Tschernobyl veränderte die Welt: Vorbei ist der Traum vom sicheren und billigen Atomstrom – was bleibt, ist ein riesiger, strahlender Müllhaufen in einer vernichteten Umwelt.

Ist der Traum wirklich ausgeträumt?

Die Wiener Plattform Atomkraftfrei, eine kurz nach dem Super-GAU gegründete NGO, beobachtet genau, welche Rolle die Atomkraft in unserer Wirtschaft und Gesellschaft spielt, und muss leider feststellen:

Der Traum ist noch nicht ausgeträumt!

Die Atomindustrie hat viele Störfälle und Rückschläge erlitten, sie erzeugt den teuersten Strom, haftet nicht für das Risiko, das ein AKW bei einem Störfall darstellt, und verursacht auf Millionen von Jahren radioaktiven Abfall, für den sie keine Lösung hat. Dennoch bekommt sie finanzielle Unterstützung, etwa durch nationale Staatskredite, EU-Gelder (Euratom) und vielfache Steuervorteile.

Wer kann das verstehen? Wir nicht!

Das ist aber nicht genug: Die Atomindustrie versucht uns Sand in die Augen zu streuen. Sie behauptet, dass die Atomenergie gut für unser Klima sei. Die Bilanz der Atomkraft ist aber nicht CO2-neutral und der Atommüll ist schädlich für die Umwelt. Deshalb entspricht die Atomenergie nicht den nachhaltigen Klimagesichtspunkten, die die Kommission in ihrem Regelwerk (Taxonomie) aufgestellt hat.

So träumt die Atomlobby vom großen Geld. Sie will mit dem Etikett Nachhaltigkeit an die gut gefüllten Fördertöpfe der EU gelangen und Milliarden für ihre Investitionen abzweigen, die eigentlich dem Ausbau und der Förderung der tatsächlich nachhaltigen Erneuerbaren Energien zustehen. Der Streit darüber ist noch in vollem Gang. Wir rechnen mit der politischen Unterstützung unserer Regierung, dass es eine Entscheidung im Sinne ehrlicher Nachhaltigkeit geben wird.

Die Wiener Plattform Atomkraftfrei appelliert an diesem Gedenktag an die Verantwortung der Politik und Wirtschaft. Katastrophen wie die von Tschernobyl und Fukushima dürfen sich niemals wiederholen.



Presseaussendung der Wiener Plattform Atomkraftfrei am 10.3.2021

10 Jahre Fukushima,
aber 6000 Generationen Strahlung!



Foto: Margit Quendler / Wiener Plattform Atomkraftfrei

Die Wiener Plattform Atomkraftfrei demonstrierte anlässlich des 10. Jahrestages der Atomkatastrophe in Fukushima vor dem Bundeskanzleramt und dem Außenministerium in Wien. Dabei erinnerten die AktivistInnen an den SuperGAU von 2011 und betonten gleichzeitig die Notwendigkeit, sich vehement für einen europaweiten Atomausstieg einzusetzen.

In einem → offenen Brief an Bundeskanzler Kurz, EU-Ministerin Edtstadler, Umweltministerin Gewessler und Außenminister Schallenberg fordern die AktivistInnen mit Nachdruck entschlossenes Handeln ein: „Gedenken allein ist nicht genug! Gemeinsames europäisches Handeln tut not!“ Die österreichische Bundesregierung müsse mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln verhindern, dass Mochovce 3 in der Slowakei ans Netz gehe. Aufgrund der groben Sicherheitsmängel dieses Reaktors sei eine Inbetriebnahme unverantwortlich.

Die Veränderung des EURATOM-Vertrages ist ein weiteres Anliegen der Wiener Plattform Atomkraftfrei. Dieser Vertrag fördert die Atomenergie und verhindert damit einen Atomausstieg. „Die längst fällige Veränderung dieses Vertrages steht sogar im Regierungsprogramm! Wir fordern eine rasche Umsetzung!“, erklären die AktivistInnen.

Der SuperGAU von Fukushima ist 10 Jahre her, die Strahlung wird noch für 6000 Generationen erhalten bleiben. „Atomkraft ist nicht beherrschbar! Die einzig logische Konsequenz daraus ist der Atomausstieg!“, warnen die AktivistInnen der Wiener Plattform Atomkraftfrei abschließend.


Fotos: Margit Quendler / Wiener Plattform Atomkraftfrei


Atomwaffenverbotsvertrag tritt in Kraft!

Er ist ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg zu einem Leben ohne atomare Bedrohung

Der Atomwaffenverbotsvertrag ist am 22.1.2021 in Kraft getreten, nachdem Honduras ihn als 50. Staat ratifiziert hat. Er geht auf die Internationale Kampagne zur atomaren Abrüstung (ICAN) in Genf zurück, die 2017 den Friedensnobelpreis erhielt. Der Vertrag ist völkerrechtlich bindend und verbietet seinen Beitrittsstaaten unter anderem, Atomwaffen zu testen, zu entwickeln, zu produzieren, zu besitzen, zu lagern, weiterzugeben, sie einzusetzen und mit ihnen zu drohen. Von den EU-Staaten sind nur Österreich, Irland und Malta unter den Vertragsstaaten.

Auch wenn die neun Atommächte den Vertrag nicht unterzeichnet haben, schmälert das nicht seine Bedeutung. Jetzt gilt es, politischen Druck aufzubauen, und dazu braucht es starke Allianzen, um auch die Atomstaaten davon zu überzeugen, dass das Verbot von Atomwaffen ausnahmslos für alle Staaten gelten muss.

Atomwaffen und Atomkraft sind allerdings zwei Seiten einer Medaille. Das bedeutet, dass es das eine ohne das andere nicht gäbe. Atomkraftwerke liefern das Material für Atomwaffen, daher kann nur die Abschaffung von beiden die nuklearen Gefahren für die Menschheit bannen!



Presseaussendung der Wiener Plattform Atomkraftfrei am 26.10.2020

Atomkraft ist kein Klimaretter!

Keine Steuergelder für Atomkraft in der EU!




Trotz Corona-Krise standen die AktivistInnen der Wiener Plattform Atomkraftfrei wie jedes Jahr am Nationalfeiertag am Michaelerplatz, im Zentrum Wiens. Laut und deutlich erklärten sie, warum Atomkraft keinen Beitrag zur Lösung der Klimakrise leisten kann.

Die AktivistInnen der Wiener Plattform Atomkraftfrei fordern eine Änderung des EURATOM-Vertrags:

Der Appell der Wiener Plattform Atomkraftfrei an die österreichische Bundesregierung lautet:



Atomkraft ist kein Klimaretter!

Die Wiener Plattform Atomkraftfrei beim 6. weltweiten Klimastreik.





Presseaussendung der Wiener Plattform Atomkraftfrei am 24.6.2020

„Maskenbefreit für Atomkraftfrei“

„Wahnsinn beenden – Mochovce 3 & 4 stoppen!!“

Die Mund-Nasen-Masken sind (teilweise) gefallen. Die Aktivistinnen der Wiener Plattform Atomkraftfrei machten daraus Bikinis mit der Forderung: „Wahnsinn beenden – Mochovce 3 & 4 stoppen!“.



In einer Kundgebung und einem offenen Brief forderte die Wiener Plattform Atomkraftfrei EU-Ministerin Mag.a Karoline Edtstadler angesichts der drohenden Inbetriebnahme des Reaktors 3 des Atomkraftwerkes Mochovce in der Slowakei auf zu handeln. Mochovce 3 ist ein Schrottreaktor in der Slowakei, nur 120 km von der österreichischen Grenze entfernt. Der Reaktorbau wurde vor 35 Jahren angefangen, mehr als 15 Jahre liegengelassen, dann die verwitterten Teile mit neuer, unpassender Technologie fertiggestellt. Aus Alt Neu zu machen, gelingt nicht einmal dem besten Management - doch grobe Mängel beim Management musste selbst die slowakische Aufsicht kritisieren. Die Reaktoren entsprechen daher NICHT dem heutigen Sicherheitsstandard. Auch Atomkraft-Befürworter warnen wegen der festgestellten Baumängel vor einer Inbetriebnahme.

Deshalb fordern die Aktivistinnen der Wiener Plattform Atomkraftfrei: „Die Atomreaktoren Mochovce 3 & 4 dürfen nicht in Betrieb gehen!“

„Wir fordern EU-Ministerin Mag.a Karoline Edtstadler auf, endlich eine Allianz mit anderen atomkraftfreien bzw. ausstiegswilligen EU-Staaten zu bilden und sich gemeinsam gegen die Inbetriebnahme von Mochovce 3 & 4 und für einen europaweiten Atomausstieg einzusetzen!“

Hintergrund: Die Wiener Plattform Atomkraftfrei hatte bei der Ministerin um einen Termin angesucht, um ihr Unterschriften zu überreichen. „Bedauerlicherweise haben wir keinen Termin bekommen,“ so die Aktivistinnen. Befremdend fanden sie, dass ihnen auf Anfrage nicht einmal der Name der Person genannt wurde, die den Brief bearbeitet, was in anderen Ministerien sehr wohl Usus ist. Bei der Kundgebung selbst war es – auch anders als sonst - nicht möglich, jemandem aus dem Kabinett der Ministerin einen Brief für sie zu überreichen. Erinnert uns das an das slowakische Management? „Wie ist das vereinbar mit der vielbeschworenen Transparenz bzw. Bürgernähe? Jedenfalls hoffen wir, dass die Frau Bundesministerin doch noch Zeit findet, 5000 Unterschriften besorgter Bürgerinnen und Bürger entgegenzunehmen,“ geben sich die Aktivistinnen der Wiener Plattform Atomkraftfrei optimistisch.



Presseaussendung der Wiener Plattform Atomkraftfrei am 26.4.2020

Ein Puzzlestein für den Atomausstieg

Die Atomkatastrophe in Tschernobyl jährt sich heuer zum 34. Mal. Dass die Folgen des Super-GAUs noch lange nicht beseitigt sind, zeigt sich heuer ganz besonders deutlich: Rund um das havarierte Atomkraftwerk toben seit Anfang April Waldbrände. Durch Feuer, Rauch und Wind werden radioaktive Partikel wieder verbreitet. Das Zentrale Geophysische Observatorium in Kiew hat Messungen veröffentlicht, nach denen sich die Cäsium-137-Konzentration mehr als verhundertfacht hat. Ob sich daraus auch eine Gefahr für die Nachbarländer oder gar für ganz Europa ergeben wird, kann man noch nicht sagen. – Ein weiterer warnender Puzzlestein in dem Bild, das drastisch die Notwendigkeit aufzeigt, aus der Atomkraft endlich auszusteigen.


Die Wiener Plattform Atomkraftfrei anlässlich des 5. WELTWEITEN KLIMASTREIKS und des Tschernobylbedenktages 2020.        Foto: Wiener Plattform Atomkraftfrei

Nun behaupten manche, in Zeiten der drohenden Klimakatastrophe könne man nicht auf Atomkraft verzichten. Das ist allerdings ein fataler Irrtum. Atomkraft kann das Klima nicht retten. Je heißer die Sommer werden, desto öfter müssen AKWs abgeschaltet werden, weil das Kühlwasser zu warm wird. „Außerdem ist Atomkraft nicht CO2-neutral, viel zu teuer, nicht nachhaltig und vor allem zu gefährlich!“, betonen die Aktivistinnen der Wiener Plattform Atomkraftfrei.

Experten warnen vor einem neuerlichen schweren Unfall in einem Atomkraftwerk. Das derzeit wohl gefährlichste AKW-Projekt in Europa ist Mochovce 3 in der Slowakei, etwa 150 km von Wien entfernt. Dieser Reaktor ist nach mehr als 30 Jahren Bauzeit bereits veraltet, noch bevor er ans Netz geht. Dadurch ist ein besonders hohes Unfallrisiko gegeben. „Die Coronakrise führt uns deutlich vor Augen, wie es ist, mit einer unsichtbaren Gefahr zu leben. Bei einem Super-GAU in einem AKW nahe der österreichischen Grenze wäre die Situation noch viel vergifteter!“, geben die Aktivistinnen der Wiener Plattform Atomkraftfrei zu bedenken. „Dann wären wir für lange Zeit von der verstrahlten Umwelt ausgesperrt und könnten gar nicht hinausgehen und nicht einmal die Fenster öffnen!“

Im Reaktor Mochovce 3 zeigen sich haarsträubende Mängel, wie Whistleblower aufgezeigt haben, und dennoch planen die Betreiber, ihn demnächst in Betrieb zu nehmen. „Das darf nicht passieren! Die österreichische Regierung muss die Inbetriebnahme von Mochovce 3 unbedingt verhindern!“, fordern die Aktivistinnen der Wiener Plattform Atomkraftfrei abschließend.

Mögen die Waldbrände in Tschernobyl eine Mahnung sein, die endlich gehört wird!



Presseaussendung der Wiener Plattform Atomkraftfrei am 10.3.2020

Atomkraft ist kein Klimaretter! Nie wieder Fukushima!

Mit einer lautstarken Kundgebung erinnerte die Wiener Plattform Atomkraftfrei am 10.3.2020 vor dem Bundeskanzleramt in Wien an die Atomkatastrophe in Fukushima 2011. Die Folgen dieses Super-GAUs sind auch nach neun Jahren bei weitem nicht beseitigt! In Wahrheit weiß niemand, wie sie zu beseitigen sind, deshalb befürwortet die Internationale Atomenergiebehörde IAEA in ihrer Ratlosigkeit, dass Japan das kontaminierte Wasser einfach ins Meer fließen lässt! „Das ist eine verantwortungslose Vorgehensweise, die strikt abzulehnen ist!“, empören sich die AktivistInnen.


Foto: Wiener Plattform Atomkraftfrei

Die Forderungen, die die WPA an Bundeskanzler Kurz stellt, beziehen sich auf die Reaktoren rund um Österreich. „Bundeskanzler Kurz muss sich vehement gegen Neubaupläne von Reaktoren an Österreichs Grenzen sowie gegen Laufzeitverlängerungen alter AKWs einsetzen! Atomkraft ist kein Klimaretter! Das muss endlich öffentlich und deutlich gesagt werden! Jeder Euro, der in diese brandgefährliche und veraltete Technologie investiert wird, ist verschwendet und fehlt beim Ausbau der Erneuerbaren Energien!“, erklären die AktivistInnen.

Besonders große Gefahr droht derzeit von den Reaktoren in Mochovce in der Slowakei, die demnächst ans Netz gehen sollen. „Die Inbetriebnahme von MOCHOVCE 3 und 4 – beide ohne Containment und ein Sumpf von Korruption und Pfusch - muss unbedingt verhindert werden!“, betonen die AktivistInnen. Vor einigen Tagen gab es in diesem AKW sogar eine Razzia durch die Polizei. Die Medien haben darüber berichtet.

Die WPA fordert weiters die Bildung von Allianzen mit anderen atomkraftfreien bzw. ausstiegswilligen Staaten, um einen Atomausstieg zumindest in Europa zu erreichen. Immerhin sind die Staaten ohne AKWs seit dem Brexit in der EU in der Mehrheit!

Österreich wäre bei einem atomaren Super-GAU nahe der Grenze massiv betroffen! Deshalb fordern die AktivistInnen Bundeskanzler Kurz eindringlich auf, die Bürgerinnen und Bürger vor dieser drohenden Gefahr zu schützen! „Atomkraft darf nicht Teil des Green Deal werden! Sämtliche Subventionen für Atomkraft müssen endlich gestrichen werden“, fordern die AktivistInnen abschließend.



Für ein gutes Leben auf einem intakten Planeten

Aktion Unterstützung für „Fridays for Future“


Der Klimagipfel im Dezember 2019 in Madrid ist de facto gescheitert. Es muss uns allen klar sein, dass von Politik und Wirtschaft keine Lösung für die Klimakrise zu erwarten ist. Die einzige Möglichkeit, die bleibt, ist, dass noch mehr Menschen gemeinsam mit den Jugendlichen auf die Straße gehen und den Druck auf die verantwortlichen Politiker erhöhen.

Alle, denen wichtig ist, dass sie selbst, ihre Kinder, Enkel und die kommenden Generationen ein gutes Leben auf einem intakten Planeten führen können, mögen erstens selbst zur nächsten großen Klimademo kommen und zweitens zwei Personen finden, die sich bereit erklären, auch zur Demo zu gehen und ihrerseits zwei Personen zu finden, die das ebenso machen. Ausgehend von einer Person sind das dann auf der sechsten Stufe insgesamt schon 63 (!) Personen, die zur Demo gehen (→ siehe Bild)!

Warum wir das machen? Wir wollen eine Antwort haben, wenn unsere Enkel uns einmal fragen: „Wo warst du und was hast du gemacht, als das Überleben der Spezies Mensch auf dem Spiel stand?“

Warum wir uns als Antiatom-Verein daran beteiligen? Auf einem toten Planeten gibt es keine Zukunft, auch keine atomkraftfreie. Außerdem finden wir es unerträglich, dass die Atomlobby jetzt, anstatt den Ernst der Lage zu erkennen, versucht, mit nachweislich falschen Argumenten die Atomkraft als Klimaretter hinzustellen, um weiter Subventionen für eine gefährliche, unwirtschaftliche und längst überholte Technologie zu bekommen!

Daher: Aktion Unterstützung für „Fridays for Future“ – machen Sie mit!




Presseaussendung der Wiener Plattform Atomkraftfrei am 24.4.2019

„Nie wieder Tschernobyl – STOPP Pfusch-AKW MOCHOVCE 3!“

Anlässlich des 33. Tschernobyl-Gedenktages hielt die Wiener Plattform Atomkraftfrei eine aufsehenerregende Kundgebung am Wiener Stephansplatz ab: Es wurden berührende Fotos von verstorbenen und kranken Kindern und Liquidatoren gezeigt, die Opfer der Atomkatastrophe von Tschernobyl wurden.


Foto: Wiener Plattform Atomkraftfrei

Viele Passanten hielten inne, viele kamen zum Info-Tisch, um auf einer der aufliegenden Listen zu unterschreiben und damit gegen die Atomindustrie zu protestieren, insbesondere gegen die Inbetriebnahme des grenznahen Atommeilers Mochovce 3.

Vielen Menschen ist bekannt, dass der Reaktor den heutigen Sicherheitsstandards nicht entspricht. Denn dieser Reaktor ist ein Mix aus alten und neuen Bauteilen: Seit Baubeginn im Jahr 1985 soll er nun nach langen Pausen und vielen Pannen 2019 in Betrieb gehen. Selbst Atomkraftbefürworter stellen grobe Sicherheitsmängel fest.

Deshalb appelliert die Wiener Plattform Atomkraftfrei im Namen der vielen Unterzeichnerinnen und Unterzeichner an die österreichische Bundesregierung, die Inbetriebnahme des Reaktors Mochovce 3 zu blockieren und eine internationale, unabhängige Sicherheitsüberprüfung (UVP) zu verlangen.

Ohne eine neue UVP darf Mochovce 3 nicht in Betrieb gehen! Alle Menschen sind sich einig: Mochovce 3 darf kein neues Tschernobyl werden!


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